Bloggen oder nicht bloggen – das ist nicht die Frage (2.Teil)

Im letzten Artikel ging es ums Warum und Wie bloggen. Auch das aktive Blog-Marketing habe ich Ihnen vorgestellt. Nun geht es ums passive Blog-Marketing, eine sinnvolle Ergänzung zum aktiven Blog-Marketing.

 

Mehr Reichweite durch passives Blog-Marketing

Beim passiven Blog-Marketing brauchen Sie keinen eigenen Blog, denn Ihre Artikel erscheinen auf anderen Blogs. Sie können sich mit Betreibern von erfolgreichen Blogs zusammentun und auf diesen Blogs Ihr Wissen kundtun. So erreichen Sie einen breiten Leserkreis und können diese Reichweite auch für Ihren Onlineshop nutzen. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn Blogger sind manchmal seltsame Menschen.

Manche Blogger werden froh sein, frischen Content auf ihren Blog zu bekommen und vielleicht mal nicht allein schreiben zu müssen, bei anderen Bloggern ist der Blog ein Heiligtum, an das niemand ran darf. Es lohnt also, schon im Vorfeld einen Blick auf den Blog zu werfen. Prüfen Sie, ob vielleicht schon andere Gastautoren veröffentlicht haben. Fragen Sie bitte nicht bei jedem Blogbetreiber an. Bettelmails sind nicht gern gesehen. Eventuell werden Sie den Platz auf dem fremden Blog bezahlen müssen. Sie können aber auch versuchen Blogs zu finden, die kostenlos Plätze anbieten – wie zum Beispiel in der Facebook-Gruppe Blog Gastautoren.

Um Ihren Beitrag in einem guten Blog unterzubringen, müssen Sie schon aktiv werden. Erstens ist es nicht so einfach, passende Blogs zu finden – bei Nischenprodukten kann das echt in Arbeit ausarten – und zweitens müssen Sie die Blogbetreiber überzeugen, dass Ihr Artikel auf genau den Blog passt. Suchen Sie sich vor allem authentische Blogger, die auch noch vertrauenswürdig erscheinen. Bauen Sie Kontakt zu diesen Bloggern auf und versuchen Sie die Aufmerksamkeit der Blogger zu erreichen. Finden Sie einen Blogger, der in der Szene etwas zu sagen hat, und Sie dürfen bei diesem einen Artikel veröffentlichen, werden sich auch bald andere Blogger auf den Zug aufspringen.

 

Nicht jeder Online-Händler ist auch ein guter Blogger

Natürlich wäre es Klasse, wenn jeder schreiben könnte und so seinen Kunden und Onlineshop Besuchern in fesselnden Artikeln alles mitteilen könnte, was er mitteilen mag. Leider ist es nicht so. Oft fehlt die Fantasie und der Faible für Worte. Die meisten Shopbesitzer haben vom Texten so viel Ahnung wie der Hahn vom Eierlegen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder Sie engagieren einen professionellen Texter und Blogger oder Sie arbeiten nach der Device „Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen“. Mit etwas Zeit und Übungen können Sie selber zum Autor werden. Diese Richtung sollten Sie aber nur einschlagen, wenn Sie Spaß am Schreiben haben. Wer schreiben eher als Qual empfindet, wird im Reich der Worte niemals heimisch werden.

 

Tipps für Ihr Blog-Marketing

Ganz gleich, ob Sie sich nun für selber schreiben oder schreiben lassen entscheiden, ein paar Tipps sollten Sie bei Ihrem Blog-Marketing beherzigen. So bringen Sie Professionalität in Ihr Blog-Marketing.

Unterschätzen Sie das Blog-Marketing nicht. Auch wenn Bloggen eine noch relativ junge Disziplin im Internet ist, hat sie sich doch schon ihren Platz erobert. Es gehört zu den wichtigsten Instrumenten im E-Commerce und ist eng mit dem Content-Marketing verknüpft. Blog-Marketing kann für deutlich mehr Besucherzahlen sorgen und Ihre Umsätze erhöhen. Als Shopbetreiber sollten Sie möglichst früh das Potenzial Blog einsetzen.

Erstellen Sie ein Konzept. Es bringt nichts, wild drauf los zu schreiben. Machen Sie sich bewusst, was Sie mit Ihrem Blog erreichen möchten und legen Sie Ziele fest. Entwickeln Sie eine Strategie, die Sie zum Ziel führt. Bedenken Sie genau, wie sich Ihre Zielgruppe zusammensetzt und für welche Themen sich die Zielgruppe interessiert.

Erstellen Sie einen Plan. In der Praxis hat es sich bewährt, wöchentlich drei bis vier Artikel zu schreiben. Ihr Blog benötigt neue Artikel. Planen Sie die Themen für die nächste Woche eventuell schon im Voraus und kündigen Sie diese möglichst schon an. Arbeiten Sie am besten einen Fahrplan für die nächsten Wochen aus.

Vergessen Sie bloß die sozialen Netzwerke nicht. Verknüpfen Sie Ihren Blog, teilen Sie die Artikel auf Facebook, Google+, Twitter und anderen Plattformen. Bieten Sie auch Ihren Lesern an, die Artikel über einen Button-Klick zu teilen. Auf diese Weise schaffen Sie eine Grundlage für spannende Diskussionen. Außerdem bietet sich die Chance, mehr Besucher zu generieren.

Sollten Sie sich zu Beginn dafür entscheiden, selbst zu schreiben und stellen Sie später fest, dass dies doch nichts für Sie ist, hören Sie auf keinen Fall auf. Entweder Sie suchen sich einen wortverliebten Mitarbeiter oder eben einen Professionellen – also Texter. Aufgeben ist keine Option, denn damit verzichten Sie auch auf Besucher, potenzielle Kunden und jede Menge Umsatz.

Also los, gehen Sie es an, das Blog Marketing.

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One Response to Bloggen oder nicht bloggen – das ist nicht die Frage (2.Teil)

  1. Anton Wolfgang Jagsch says:

    Ich fand auch diesen zweiten Teil mehr als hilfreich. Als SEO-Texter und Werbetexter beschäftige ich mich jetzt schon beinahe täglich mit semantischer Suchmaschinenoptimierung, Texterstellung und vor allem auch Blog-Marketing. Wenn Unternehmen in Zukunft im Bereich Onlinemarketing und E-Commerce entsprechend nachhaltig erfolgreich sein wollen, dann müssen diese auch zwangsweise bloggen. Ohne nutzerfreundlichen und vor allem hochrelevanten Content inkl. Content Marketing und Blogs, welche von einer aktiven Brand-Community (z.B. Facebookfanpage eines Unternehmens) verfolgt werden, wird es in Zukunft nicht mehr gehen. Dieser Beitrag bestätigt dies. Ohne guten Content gibt es keine qualifizierten Besuchertraffic!